• Rene Roske

Tag 2 unserer Ukraine Fahrt

Aktualisiert: 31. März



Nach ein paar Stunden schlaf begann unser Tag um 7.00 Uhr Morgens mit einem schnellen frühstück und einen Kaffee für unterwegs.


Der zweite Tag begann mit einem Auftrag der Kinderklinik, mit der wir am Vortag Kontakt aufgenommen haben.




Der Auftrag lautete: 2 Kinder im alter von 3 und 5 Jahren zusammen mit deren Müttern über die ukrainische Grenze nach Medyka in Polen zu einem Güterbahnhof zubringen.


Am Krankenhaus angekommen, ist uns sofort die große Menge an Presse und Journalisten aufgefallen.

Für uns war diese Situation komplettes Neuland und dementsprechend waren wir äußerst überfordert.


Die Reporter aus Griechenland und Italien hatten großes Interesse daran, mit uns ein Interview zu führen, wahrscheinlich aus dem Grund das wir so weit aus Deutschland in die Ukraine gefahren sind und helfen wollten.




Nach kurzer Wartezeit, wurden dann die Patienten mit ihren Angehörigen zu den Rettungsfahrzeugen gebracht.

Bei uns auf den Autos hatten wir 2 Kinder mit Krebserkrankung und deren Mütter.



Zusammen mit den polnischen Kollegen vom Rettungsdienst Ratownictwo medyczne und zwei Reisebussen, besetzt mit gesunden Waisenkindern, machten wir uns dann in Kolone auf den weg zur ukrainisch/polnischen Grenze.

Angeführt von der ukrainischen Polizei verlief die Fahrt bis zur Grenze ziemlich zügig.



Nach mehreren Checkpoints kamen wir dann nach knapp 1 Stunde an der Grenze an.

Dort angekommen hieß es dann, alle Autos und deren Insassen werden kontrolliert.

Wir als Rettungsfahrzeuge sind sehr gut und schnell durchgekommen und konnten dadurch direkt zum Bahnhof nach Medyka fahren.



Am Bahnhof angekommen, wurden wir vom Polnischen Roten Kreuz empfangen, welche sich sehr gut um alle Helfer und die Patienten mit ihren angehörigen gekümmert haben.

Es gab warme/kalte Getränke, Süßigkeiten und sogar richtige Mahlzeiten.



Man kam mit den Leuten der Ratownictwo medyczne aus Polen ins Gespräch und tauschte Telefon Nummern aus, um längerfristig in Kontakt zu bleiben.

Der Zusammenhalt und der Wille zu helfen, war von allen beteiligten riesig.


Dadurch das die Reisebusse sehr genau an der ukrainisch/ polnischen Grenze kontrolliert wurden und der Zug, der die Leute abholen sollte, starke Verspätung hatte, mussten wir knapp 3 Stunden am Güterbahnhof warten.


Kurze Zeit später fuhr dann auch der Zug ein, von wo dann die Familien und Waisenkinder europaweit verteilt wurden. Am Güterbahnhof wurden die Familien dann mit Ihrem Gepäck über Rampen in die Züge verteilt.



Diese eine Aufgabe, die um 9 Uhr morgens startete, hat sich leider so in die Länge gezogen, dass der Tag vorbei war und wir leider keine weiteren Aufträge ausführen konnten.




Die Straße auf dem Rückweg waren bei Dunkelheit leider schlecht beleuchtet und in einem katastrophalen Zustand, so dass teilweise die Geschwindigkeit auf unter 30 KMH gedrosselt werden musste. 10 KM vor Lviv verabschiedeten wir uns vom polnischen Rettungsdienst und fuhren zurück zu unseren nächtlichen Rückzugsort.




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