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  • Rene Roske

Fahrt Nummer 11

Zusammenfassung von Gert Kaczmarek (LAIB und SEELE Luther Kirchengemeinde)


Guten Morgen,

Wieder einmal fuhren Tanja Römer und ich, Gert Kaczmarek, für den Krankentransporte Roske in die Ukraine. Tanja hatte es sich so sehr gewünscht in unserem Urlaub Gutes zu tun.


Als erstes fuhren wir zu einem großen, sozialem Unternehmen welches uns großzügig mit Lebensmittel und Hygieneartikel für die Ukraine unterstütze.

Dazu kamen die Spenden der LAIB und SEELE Luther Kirchengemeinde Schönwalder Straße 23 die uns weitere Lebensmittel aus Spenden übergaben. Danke an Pfarrer Karsten Dierks der diese Spende ermöglichte und unterstützte. Das Fahrzeug war voll, voller ging es vom Gewicht und von der Verkehrssicherheit her schon gar nicht.

Am nächsten Tag ging es morgens um 4 Uhr los in die Ukraine.

Kurz vor der Grenze wurden wir in Polen von Zivilfahrzeuge ausgebremst. Polnische Zivilpolizei fragte uns ausgiebig was wir hier machen und wo wir hin wollen. Dann kam ein zweites Zivilfahrzeug der polnischen Polizei dazu, und langsam fühlten wir uns wie im Krimi. Nach vielen Überprüfungen, Sichtungen und unzähligen Fragen konnten wir dann weiter Richtung Grenze Ukraine. Die weitere Fahrt verlief reibungslos und gegen 18 Uhr trafen wir in Lviv ein und übergaben dort die Spenden.


Es waren viele junge Menschen dort die sofort mit anfassten und uns mit Tee verwöhnten. Die Kommunikation erfolgte über Englisch und ein paar Brocken Deutsch. Selten sind wir so freudig wie dieses Mal empfangen worden. Das Ausladen erzeugte Bäche von Schweiß in unserem Nacken. Es macht Spaß Gutes zu tun, wenn es so wie dort mit vielen Lächeln honoriert wird.


Dann fuhren wir in unser Hotel. Alles nicht ganz so einfach wenn der Hotspot der Deutschen Telekom laufend wegbrach. Und ohne Google Maps war keine Tour Planung möglich, aber irgendwann kamen wir auch dort an.

Lviv ist ein wunderschönes, kleines Städtchen und eigentlich sieht man nichts vom Krieg. Viele kleine Geschäfte, Coffee-Shops und kleine Lokale. Dafür hatten wir kaum Gesicht, wir wollten nur noch duschen und zur Ruhe kommen.

Rene hatte ja schon ein tolles Hotel für uns gebucht und wir "durften" in einer Suite nächtigen und uns nach 1.000km lang machen, relaxen. Diese Pause war absolut notwendig. Jeder weiß das man bekanntlich nicht gut schlafen kann so ausgepowert und ich schaute in die dunkle Nacht.

Die Stadt war völlig schwarz, es war Ausgangssperre. Plötzlich fing die Erde an zu beben und es kamen viele, Dutzende, vielleicht sogar hunderte Militärtransporter und auch Panzer auf der Straßen entlang. Rund 7 Minuten (?) ging dieser Spuk. Ja, auch in Lviv ist Krieg. Und so schnell wie die kamen war auch alles wieder verschwunden und die dunkle Nacht hatte ihre Ruhe und Friedlichkeit wieder. Nun schlafen, um 3 Uhr ging es wieder los. Wir fuhren zum Bahnhof in Lviv und versuchten dort zu erfragen ob und wo der Zug ankommt, pünktlich etc. Leider sprach die Info dort kein Englisch, aber sofort kam ein junges Mädchen und übersetzte unsere Fragen ins Ukrainische. Meine Feststellung ist die, das Ukrainer generell sehr hilfsbereit sind, aber... und das ist jetzt kein Märchen.... die tollen Fahrzeuge vom Krankentransporte Roske kennen schon viele in der Ukraine. Klar bei bisher schon 11 Touren und mit bis zu 3 Fahrzeugen.


Als dann der uralte, kilometerlange Zug eintraf waren auch 6 ukrainische Volontäre vor Ort und packten tatkräftig mit zu und mit einer uralten Stofftrage wurde die schwerkranke Patientin auf dem Vorplatz in unser hochmodernes Fahrzeug fachgemäß gelagert. Dann Massen an Gepäck und ein Rollstuhl. Dazu noch die Tochter die sich rührend um ihre Mutter kümmerte. Gottseidank war die Tochter Altenpflegerin und so konnten wir eine fachkompetente Betreuung und einen entsprechenden Transport problemlos durchführen. Nach rund 14 Stunden mit unterwegs diversen Umlagerungen (um weiteres Wundliegen zu verhindern), konnten wir die 91jährige Patientin gegen 18 Uhr in Berlin in Ihr Pflegebett verbringen.

Unser Ziel war erreicht und wir brachten den KTW zu Roske zurück. Nach tollem Smalltalk ging es ins Luitpold toll essen und dann ins Bett. Gerne stehen wir wieder zur Verfügung wenn nächste Transporte anstehen. Leider ist das große Problem das fehlende Geld, wir sind unbedingt auf Spenden angewiesen. Wer spenden möchte wendet sich bitte an mich oder an den Krankentransporte Roske und hier im Artikel ist das Spendenkonto benannt.

Tanja und ich, wir genießen es sehr mit dem KT Roske gemeinsam Gutes zu tun. Na dann Rene, ran ans Spenden organisieren. Wir warten. Herzliche Grüße Gert und Tanja




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