top of page
Suche
  • Mathias Rabener

Die Vorbereitung und die Abfahrt in Richtung Ukraine.

Aktualisiert: 30. März 2022




Es musste schnell gehen,


am Samstag den 05.03.2022 um 14.00 Uhr bekam ich den Anruf von meinem Chef Rene ‚‚Matze ich möchte in die Ukraine fahren, um den Menschen vor Ort zu helfen, kommst du mit?’’.

In diesem Augenblick konnte ich ihm keine Antwort geben und sagte einfach nur ‚‚Ich muss ne Nacht drüber schlafen und melde mich morgen‘‘.


An diesen Tag konnte ich an nichts anderes denken und machte mir sehr viele Gedanken über die geplante Fahrt.


Nachdem ich das ganze leid in der Ukraine über verschiedenste Medien verfolgt habe, kam ich dann doch relativ schnell zu dem Entschluss, ich fahre mit und möchte Helfen!


Danach ging alles relativ fix.

Rene und Christopher haben schnell Kontakte in der Ukraine aufgebaut,

freiwillige Mitarbeiter die mitfahren wollten gab es genug, eine Spendenhotline sowie ein Spendenkonto wurden eingerichtet.

Somit war der erste Schritt geschafft.


Meine Aufgabe bestand darin, unseren Spendenaufruf in den Social Media Kanälen kund zutun.

Wir traten verschiedenen Gruppen bei, teilten unsere Beiträge, haben Interviews gedreht und sogar ein relativ professionelles Werbevideo in Zusammenarbeit mit unserem Langjährigen freund Marc Mielke von Sales_Education gedreht.


Uns erreichte zum größten teil positives Feedback. Der Zuspruch war enorm, wir erreichten viele Leute.


Eine Reporterin des Axel Springer Verlags wurde auf uns aufmerksam und hielt mit uns ein Telefoninterview ab, um einen Zeitungsartikel über unser vorhaben zu veröffentlichen. Am selben Tag kam noch der dazugehörige Fotograf zu uns auf den Betriebshof und machte ein paar Fotos von uns und den Fahrzeugen.


Die ersten Geld- und Sachspenden kamen bei uns an, am Anfang alles ein wenig zögerlich, doch dann ging es sehr schnell und unser Lager war Voll. An dieser Stelle nochmals vielen vielen Dank an jeden einzelnen. Ihr seid Spitze!!!!


Die Planung lief auf Hochtouren, die Routen waren geplant, wir hatten Kontakte vor Ort und ein Rettungsunternehmen aus Frankfurt Oder (Paramedic-Brandenburg e.V.) welches zur gleichen Zeit in die Ukraine fährt hat uns ihre Hilfe angeboten.


Unsere Rettungswagen wurden in Zusammenarbeit mit der KFZ-Rettung Falkensee und der DEKRA auf Herz und Nieren geprüft, damit wir keinen weiteren Risiko ausgesetzt sind.


Dann war es soweit, am 22.03.2022 ging es los!


Die Autos wurden mit den Spenden befüllt, es sind zu dem Zeitpunkt sogar so viele Sachspenden bei uns eingegangen, dass 2 Autos nicht gereicht haben um alles bei der ersten Fahrt mitzunehmen.


Ein weiterer Fotograf der Zeitung begleitete uns vor der Abfahrt und machte noch ein paar weitere Bilder von uns.


Mit leichter Verspätung durch einen Unfall auf unserer Strecke, kamen wir gegen 18.30 Uhr bei den Kollegen in Frankfurt Oder an.


Wir wurden sehr herzlich aufgenommen und alle hatten das selbe Ziel...Wir wollen Helfen!!!

Details wurden besprochen, die Route wurde bis ins kleinste Detail geplant, nichts wurde dem Zufall überlassen.


Gegen 19.15 Uhr ging es dann los, wir fuhren in einem Konvoi von 7 Rettungsfahrzeugen in Richtung Polen.



Nach mehreren Tanktops, Pausen, Mautstellen und knapp über 1000 Km haben wir die Polnisch/ukrainische Grenze erreicht.


Dort wurden wir zuerst auf der polnischen und anschließend auf der ukrainischen Seite sehr genau Kontrolliert.


Erst gab es die Passkontrolle, dann die Fahrzeug Kontrolle und anschließend die Zollkontrolle.

Dieses wiederholte sich dann 30m weiter auf der ukrainischen Seite.


Direkt nach der Grenz ging es dann mit SWR (Sonder- und Wegerechte) zum Bahnhof nach Lviv.

Der Verkehr war für uns alle eine reinste Katastrophe, Schlaglöcher über Schlaglöcher, enge Straßen und eine komplett andere StVO.




Unser erster halt in der Ukraine war der Hauptbahnhof in Lviv, wo die Kollegen aus Brandenburg schon des Öfteren waren.

Hier kommen stündlich verletzte und geflüchtete aus dem ganzen Land mit Zügen an, wo sie dann vor Ort vom Roten Kreuz und freiwilligen Helfern betreut werden.


Wir machten noch ein Gruppenfoto mit den Helfern der Paramedic-Brandenburg e.V., und verabschiedeten uns von ihnen.