• Rene Roske

Die Fünfte Fahrt (Eindrücke von Gert Kaczmarek)

Aktualisiert: 15. Juni


Guten Morgen ihr Lieben, Wieder war ich, Gert Kaczmarek, dieses Mal mit meiner Partnerin Tanja Römer, in der Ukraine (Liviv) unterwegs um Kranke bzw. Verletzte in Sicherheit nach Deutschland zu bringen.

Als allererstes sei mit aller Bestimmtheit gesagt: wir fahren ausschließlich nur in Gebiete die save, also sicher (wie kann man in einem Kriegsgebiet schon von "sicher" reden ???) sind. Für alle anderen Sicherungsaktionen sind andere Unternehmen zuständig. Die Hinfahrt zog sich sehr in die Länge und gestaltete sich doch sehr kompliziert weil in Liviv alles eng und etwas unübersichtlich ist. Dazu war auch Nachts Sperrstunde und überall zusätzliche Dunkelheit (klar, Nachts ). Als wir dann endlich am Ziel eintrafen, entluden Tanja und ich erstmal die vielen hervorragenden Spenden für die Bürger Livivs. Man "spendierte" uns dort 2 Matratzen und Schlafsäcke zum Schlafen, und wenige Zeit später genossen Tanja und ich die kurze Ruhe und relaxten.

In der Frühe erschienen dann Antje Schönfeld und Rene Tu Ro vom Krankentransporte Roske (in dessen Auftrag und Fahrzeug wir ja auch unterwegs waren) im zweiten Fahrzeug zum Rendezvous und wir luden eine Patientin, deren Tochter und eine weitere Frau aus Kiew in "unser" Fahrzeug um. Rene fuhr mit Antje einen weiteren Verletzten. Dazu kam dann noch ein Hund (viele Menschen werden sagen: was hat denn ein Hund im Krankentransport zu verlieren ?!?! Ein Krieg, wie der in der Ukraine, setzt ab und an auch mal geltende Hygieneregeln außer Kraft. Natürlich wurde das Fahrzeug zum Schluss umfangreich gereinigt und desinfiziert und somit transportierten wir ausnahmsweise mal einen Hund zusätzlich in einem Krankentransport). Zu fünft plus Hund traten wir dann die Heimreise an. Leider vertrug der Hund die Fahrt nicht gerade gut, aber öftere Pausen, kleine Leckerlies und viele, viele Streicheleinheiten überzeugten dann auch den Hund doch (anscheinend) die Reise etwas zu genießen. So kamen wir am frühen Abend in Berlin an.

Eine mitgefahrene Frau fuhr dann alleine weiter mit der Bahn ab Hauptbahnhof ins Bundesgebiet und die andere, bettlägerige Frau brachten wir in ein Krankenhaus zur stationären Aufnahme. Leider war sehr viel Bürokratie abzuarbeiten und so waren wir noch fast 3 Stunden in Berlin mit Frauen und Hund beschäftigt. Tanja genoss das aber sehr sich um diesen süßen Hund zu kümmern. Zum Schluß brachten wir noch Hund und Frauchen in ein Hotel und endlich, nach über 40 Stunden und 2.000 gefahre Kilometer, endlich... wohlverdienter Feierabend.

Gegen 00.30 Uhr am Sonntag konnten endlich auch Tanja und ich uns in unser Bettchen begeben. Natürlich waren wir beide sehr glücklich das wir 3 Menschen plus Hund die Freiheit und ärztliche Fürsorge verschaffen durften. Warum macht das der Krankentransport Roske ? Warum macht das LAIB und SEELE Luther Kirchengemeinde Schönwalder Strasse 23, das wir diese Aktion voll unterstützen und sponsoren. Warum fahren 4 "Verrückte" wie Gert und Tanja und Rene und Antje tagelang durch die Länder und sichern den Transport einiger weniger Frauen, Kinder und Erkrankter ? Warum nur ? Aus reiner, unwirtschaftlicher, für viele Mitmenschen unüblicher NÄCHSTENLIEBE, das Gefühl Gutes zu tun.... ohne gleich für sich selbst umzurechnen.... was bringt mir das eigentlich.... Das Funkeln ln den Augen der Reisenden, die herzhaften Umarmungen und die wenigen ukrainischen Worte des Dankes waren unser Lohn. Unser Herzenslohn Dafür haben Tanja und ich auch schweren Herzens unsere Konzertkarten für FAUN heute in Berlin verfallen lassen. Auch im Background waren immer sehr viele Menschen wie Matze, Gero, Sascha und viele, viele andere tätig um das überhaupt erstmal zu planen und durchzuführen. Diesen Ehrenamtlichen gebürt unser herzlichstes Dankeschön ! Wir alle sind ausschließlich ehrenamtlich tätig !!!

Ihr Lieben, bitte unterstützt uns in der "Rettung/Sicherung" weiterer Frauen, Kinder und Erkrankter aus der Ukraine. Diese Rettungsfahrten finanzieren sich ausschließlich aus Spenden und ganz wenig aus geringen Kostenübernahmen. Bitte geht auf die Internetseite des Krankentransport Roske und lest im Detail wie ihr unsere gemeinsame Aktion der Nächstenliebe unterstützen könnt. Unser herzlichstes Dankeschön schon mal im Voraus für Eure Unterstützung. Danke auch an alle Sponsoren die uns super tolle Artikel mit in die Ukraine gegeben haben. Wir vier (Antje, Tanja, Rene und ich), wir haben unser Bestes gegeben, unseren vollen ehrenamtlichen Einsatz.... jetzt unterstützt ihr bitte unsere Aktion der Nächstenliebe, damit noch weitere Fahrten stattfinden können. Zum Schluß möchte ich mich ganz besonders bei meiner Frau, Freundin und Partnerin Tanja Römer bedanken. Sie unterstützt mich immer und überall bei all meinen Planungen und Unternehmungen, ich könnte mir keine bessere Partnerin an meiner Seite wünschen. Wir lieben uns sehr. Möge das noch viele Jahrzehnte so sein wie zurzeit..... voller Liebe. Chapeau... Danke für Eure Zeit zu lesen und vielleicht auch für Eure Spende an die Ukraine-Hilfsaktion des Krankentransport Roske. Liebe Grüße und gute Nacht Gert Kaczmarek




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