• Rene Roske

Rückfahrt nach Deutschland über Magdeburg

Aktualisiert: 31. März

Unser erster Halt in der Ukraine ist auch unser letzter.


Der Tag begann, wie die ganze Woche schon, sehr früh um 7.00 Uhr morgens.

Die Fahrzeuge wurden noch ein letztes Mal getankt, wir tranken unseren letzten ukrainischen Kaffee und dann ging es los!


Verabredet im Kinderkrankenhaus in Lviv trafen wir uns noch einmal mit unserer Helferin Sophia, hier nochmal ein riesiges Dankeschön und Lob an dich, unglaublich wie man mit 22 Jahren schon so viel Verantwortung übernehmen kann und vor Ort hilft...Ganz ganz toll!





Wir haben zusammen mit den ukrainischen und deutschen Behörden den Transport eines sehr jungen kranken Mädchens im Beisein der Oma nach Magdeburg organisiert. Nach kurzer Rücksprache und Informationsaustausch mit den Ärzten vor Ort und dem Krankenhausleiter machten wir uns dann auf dem Weg, um die junge Patientin und deren Oma ins 1100 km entfernte Magdeburg zu bringen, wo sie dann weiterbehandelt werden konnte.


Mit Sonderwegerechten ging es dann zur ukrainisch/polnischen Grenze.

Dort die gleiche Prozedur wie die Tage davor, Papiere wurden kontrolliert, das Auto wurde kontrolliert und zum Schluss dann noch der Zoll.


Mit dem Zettel und den dazugehörigen 3 Stempeln (die unbedingt gebraucht werden), ging es dann zurück auf europäischen Boden.




Ab der Grenze waren es dann genau 1000 km die wir fahren mussten. Gegen 17.30 Uhr kam dann der Schock, wir haben die Informationen bekommen, das in Lviv gerade mehrere Raketen eingeschlagen sind.

Diese Nachricht hat uns alle getroffen.


Wenn man weiß, man war gerade noch an diesem Ort, hat dort gegessen, geschlafen und plötzlich schlagen dort Raketen ein, ist das ein ganz beklemmendes Gefühl.

Wir haben sofort unsere Kontakte in Lviv angeschrieben, ob bei ihnen alles ok ist.

Zum Glück ist alles in Ordnung gewesen und niemand unserer Bekannten ist verletzt worden.



Nach der Fahrt durch Polen bei mäßigem Verkehr, mehreren Pausen und ohne Komplikationen sind wir dann gegen 21.30 im Klinikum Magdeburg angekommen, wo wir schon erwartet wurden. Wir haben noch geholfen das Hab und Gut der Patientin und dessen Begleiterin (was aus 2 großen Ikea Taschen bestand) ins Zimmer zu bringen und verabschiedeten uns dann.


Die Oma der Patientin war zu Tränen gerührt und hat sich 1000-mal bei uns bedankt. Dann hieß es für uns noch mal alle Kräfte bündeln und die letzten 140 KM bis nach Hause durchziehen.




Gegen 23.30 Uhr war dann unsere Ukrainefahrt beendet und wir verabschiedeten uns alle herzlich und mit gemischten Gefühlen voneinander.

Diese Fahrt hat uns sehr zusammengeschweißt. Mit dem Gedanken, wir wollten/haben alle dasselbe gemacht. Wir haben geholfen!!



32 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Fahrt Nr.9